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Installation6 Min. Lesezeit · 5. November 2025

Elektrosanierung 2026: Wann lohnt sie sich — und was kostet sie wirklich?

Alte Leitungen, überlastete Sicherungen, fehlende Schutzschalter — ein konkretes Risiko. Werkmeister Fürnschuß erklärt, wann eine Sanierung nötig ist, wie sie abläuft und was sie kostet.

Christian Fürnschuß – Werkmeister der Elektrotechnik
Christian FürnschußWerkmeister der Elektrotechnik · Elektrotechnik Fürnschuß

Alle Inhalte basieren auf meiner praktischen Erfahrung aus über 15 Jahren als Elektriker in der Steiermark.

Aktualisiert: Mai 2026

Warum alte Elektroinstallationen ein Risiko sind

In Österreich gibt es noch viele Gebäude mit Elektroinstallationen aus den 1960er bis 1980er Jahren. Diese Anlagen wurden für den damaligen Verbrauch ausgelegt — ein Haushalt hatte einen Kühlschrank, ein Fernsehgerät, eine Waschmaschine. Heute gibt es Induktionsherde, Wärmepumpen, E-Auto-Lader, mehrere PCs, und Großgeräte in fast jedem Zimmer.

Zahlen aus der Praxis: Elektrische Defekte sind eine der häufigsten Brandursachen in österreichischen Wohngebäuden. Ein erheblicher Teil dieser Brände geht auf überlastete oder beschädigte Installationen zurück — viele davon wären durch Prüfung und Sanierung vermeidbar gewesen.

Warnsignale: Wann Ihre Anlage sanierungsbedürftig ist

Sicherungen fliegen regelmäßig raus
Sofortig prüfen
FI-Schalter löst ohne klaren Grund aus
Sofortig prüfen
Anlage älter als 30–40 Jahre
E-Check empfohlen
Schraubbensicherungen statt Leitungsschutzschalter
Modernisierung nötig
Keine Schutzleiter (Nullung statt Erdung)
Sicherheitsrisiko
Warm riechende Steckdosen oder Schalter
Sofortig Strom abschalten
Leitungen im Haus sind aus Aluminium
Prüfung empfohlen
Nach Wasserschaden im Gebäude
Prüfung zwingend

Was bei einer Elektrosanierung gemacht wird

Vollsanierung (Kompletterneuerung)

Bei einer Vollsanierung wird die gesamte Installation ab dem Zählerschrank erneuert: neue Leitungen in allen Räumen, neue Unterputzdosen, neue Schalter und Steckdosen, neuer Verteilerkasten mit modernen Schutzeinrichtungen (FI-Schutzschalter, Leitungsschutzschalter). Dazu kommen ausreichend Stromkreise für heutige Verbraucher.

Teilsanierung

Wenn nur bestimmte Bereiche veraltet sind, ist eine Teilsanierung sinnvoll: Zählerschrank modernisieren, FI-Schalter nachrüsten, einzelne Räume oder Stromkreise erneuern, Steckdosen ergänzen.

Modernisierung ohne Stemmen

In Bestandsobjekten, wo Stemmen nicht möglich ist (denkmalgeschützte Gebäude, Mietwohnungen), gibt es Aufputz-Lösungen und Kabelkanäle. Das ist nicht immer optimal, aber besser als eine unsichere Anlage zu belassen.

Kosten der Elektrosanierung 2026 in der Steiermark

MaßnahmeKosten (inkl. Material)
Zählerschrank erneuern (Einfamilienhaus)1.500–3.500 €
FI-Schutzschalter nachrüsten400–900 €
Einzelner Raum (neue Stromkreise + Steckdosen)800–1.800 €
Vollsanierung Einfamilienhaus 120–160 m²8.000–18.000 €
Vollsanierung Wohnung 60–90 m²4.000–9.000 €
Erweiterung für Wärmepumpe / Wallbox600–1.500 €

Diese Richtwerte gelten für die Steiermark 2026. Genaue Kosten hängen von Gebäudegröße, Ausgangszustand und gewünschtem Standard ab. Ein konkretes Angebot erstellen wir nach einer kurzen Besichtigung.

Elektrosanierung: Die richtige Reihenfolge

  1. 1E-Check durchführen lassen — objektiver Befund als Grundlage
  2. 2Angebot einholen — Umfang, Kosten und Zeitplan besprechen
  3. 3Förderungen prüfen — Wohnbauförderung Steiermark, ev. Sanierungsscheck
  4. 4Sanierung durchführen — nach Vereinbarung raumweise oder komplett
  5. 5Abnahme und Protokoll — Nachweis für Versicherung und E-Check-Protokoll

Unser Fazit

Eine Elektrosanierung ist keine Kür — sie ist Pflicht, wenn die Anlage älter als 30 Jahre ist und nie geprüft wurde. Die Kosten sind überschaubar, der Nutzen — Sicherheit, Versicherungsschutz, Vorbereitung für PV und Wallbox — erheblich. Wir empfehlen als ersten Schritt immer einen E-Check, um den tatsächlichen Sanierungsbedarf zu kennen.

Häufige Fragen zur Elektrosanierung

Wann ist eine Elektrosanierung wirklich nötig?

Eine Sanierung ist dringend empfohlen, wenn: die Anlage älter als 30–40 Jahre ist und nie erneuert wurde, Sicherungen häufig auslösen, Kabelisolierungen sichtbar beschädigt sind, Einzel-Sicherungen statt FI-Schaltern vorhanden sind, oder die Anlage noch keine Schutzleiter hat. Ein E-Check gibt Gewissheit.

Was kostet eine Elektrosanierung 2026 in der Steiermark?

Eine vollständige Sanierung eines Einfamilienhauses (120–160 m²) kostet 8.000–18.000 €. Einzelmaßnahmen: Zählerschrank erneuern 1.500–3.500 €, einzelne Stromkreise nachrüsten 300–800 € pro Raum, FI-Schalter nachrüsten 400–900 €. Der genaue Umfang hängt stark vom Ausgangszustand ab.

Muss ich für die Elektrosanierung ausziehen?

Für eine Teilsanierung (z.B. einzelne Räume oder Unterverteiler) meist nicht. Für eine Vollsanierung mit Stemm- und Verlegearbeiten in allen Räumen ist ein temporärer Auszug für 1–3 Wochen sinnvoll oder die Sanierung wird raumweise durchgeführt. Wir planen das zusammen mit Ihnen.

Kann ich die Elektrosanierung steuerlich absetzen?

Für vermietete Objekte ja — als Erhaltungsaufwand oder Herstellungsaufwand je nach Umfang. Für selbst genutzte Eigenheime gibt es in Österreich keine allgemeine steuerliche Absetzbarkeit, aber Förderungen (z.B. Wohnbauförderung Steiermark) können einen Teil abdecken. Lassen Sie sich von Ihrem Steuerberater beraten.

Weiterführende Informationen

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Werkmeister Fürnschuß schaut sich Ihre Anlage an und gibt Ihnen eine ehrliche Einschätzung — was nötig ist, was empfohlen wird, was es kostet.

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